18/01/2026 0 Kommentare
Umziehen mit Tieren
Ein Umzug ist für viele Menschen eine große Veränderung – für Tiere jedoch oft eine noch größere. Neue Gerüche, fremde Räume, ein ungewohntes Umfeld: All das kann bei Haustieren Stress auslösen. Damit der Wohnungswechsel für Sie und Ihr Tier entspannt verläuft, sollten Sie einige wichtige Punkte beachten. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie stressfrei mit Tieren umziehen und worauf es bei Hunden, Katzen und Kleintieren besonders ankommt.
Warum ein Umzug für Tiere so belastend sein kann
Tiere sind Gewohnheitstiere. Sie orientieren sich stark an ihrer vertrauten Umgebung, täglichen Abläufen und bekannten Gerüchen. Ein Umzug bringt all dies durcheinander – und das kann Unsicherheit und Stress auslösen.
Typische Stresssignale sind:
Unruhe
Appetitlosigkeit
Rückzug
ständiges Jaulen oder Bellen
verändertes Verhalten
Mit guter Vorbereitung lassen sich diese Reaktionen jedoch deutlich reduzieren.
Umziehen mit Hund – das ist wichtig
Hunde orientieren sich meist stark an ihren Bezugspersonen. Wenn Sie ruhig bleiben und Routine beibehalten, hilft das Ihrem Hund enorm.
Tipps für einen entspannten Hund während des Umzugs:
Gewohnte Spaziergehzeiten einhalten
Transportbox oder Hundebett bereits vor dem Umzugstage bereitlegen
Neues Zuhause vorab besuchen (wenn möglich)
Am Umzugstag eine vertraute Bezugsperson beim Hund lassen
Futter, Leine, Spielsachen und Wasser griffbereit halten
Im neuen Zuhause sollte der Hund zuerst einen ruhigen Bereich bekommen, in dem sein Körbchen und Lieblingsdecke stehen – so fühlt er sich schneller sicher.
Umziehen mit Katze – besondere Herausforderung
Katzen reagieren häufig empfindlicher auf Veränderungen. Sie sind territorial und hängen stark an ihrem Revier.
So erleichtern Sie Katzen den Umzug:
Katzen am Umzugstag in einem ruhigen, sicheren Raum unterbringen
Transportbox frühzeitig als „positiven Ort“ etablieren
Neue Wohnung zuerst katzensicher gestalten
Katze anfangs in einem Raum ankommen lassen, erst später das ganze Zuhause öffnen
Futter- und Wassernapf sowie Kratzbaum im neuen Zuhause an gewohnter Position aufstellen
Katzen benötigen oft etwas länger, um sich einzugewöhnen. Geduld ist hier der Schlüssel.
Umziehen mit Kleintieren und Vögeln
Kleintiere wie Kaninchen, Hamster, Meerschweinchen oder Vögel sind während eines Umzugs besonders empfindlich.
Wichtige Tipps:
Transportkäfig gut sichern und warmhalten
Stress vermeiden, indem Tiere möglichst spät „eingepackt“ werden
Im neuen Zuhause Käfig an ruhigem Ort aufstellen
Einrichtung wie gewohnt übernehmen, damit der Käfig vertraut riecht
Bei empfindlichen Arten (z. B. Reptilien) sollte vorher ausreichend recherchiert oder ein Fachmann konsultiert werden.
Der Umzugstag – so läuft alles glatt
Tiere möglichst weit weg vom Umzugsstress halten
Vertraute Personen sollten sich um die Tiere kümmern
Lautstärke reduzieren
Transportbox gut sichern
Erst nach dem Transport füttern (besonders wichtig bei Katzen und Hunden)
Eine ruhige Atmosphäre senkt die Belastung deutlich.
Eingewöhnung im neuen Zuhause
Damit sich Ihr Tier zügig wohlfühlt:
Lieblingsspielzeug und Decken direkt bereitlegen
Routinen so schnell wie möglich wieder aufnehmen
Viel Nähe und Zuwendung schenken
Geduldig sein – jedes Tier braucht seine eigene Zeit
Bei ängstlichen Tieren kann es sinnvoll sein, in den ersten Tagen nicht zu viele Besucher einzuladen.
Fazit: Umziehen mit Tieren – mit guter Planung stressfrei machbar
Ein Umzug mit Haustieren erfordert Fingerspitzengefühl und gute Organisation. Wenn Sie frühzeitig planen, Routinen einhalten und Ihrem Tier Sicherheit vermitteln, steht einem entspannten Neustart nichts im Wege. Mit Ruhe, Geduld und einer klaren Vorbereitung wird der Umzug für Sie und Ihr Tier zu einem positiven Erlebnis.
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